Elektroinstallation: Durchführung und Hilfsmittel der Aufputz-Verlegung

Elektroinstallation: Durchführung und Hilfsmittel der Aufputz-Verlegung

Neben der Unterputz- und der Im-Putz-Verlegung gehört die Aufputz-Verlegung zu den drei klassischen Elektroinstallationssystemen. Bei der Aufputz-Verlegung werden die Kabel und Leitungen auf dem Putz, also freiliegend sichtig, verlegt. Die Kabel und Leitungen können dabei entweder in Installationsrohren, Kabelkanälen oder direkt auf der Wand verlaufen. Diese Verlegeart wird vor allem in Hauswirtschafts- oder Kellerräumen sowie Garagen und Feuchträumen vorgenommen. 

Einfache Installationsart: Vorteile der Aufputz-Verlegung

Die Vorteile der Aufputz-Verlegung liegen auf der Hand: Sie stellt eine einfache Installationsart dar, die auch nachträglich problemlos, ohne großen Aufwand, erweitert oder verändert werden kann. Anfallende Reparaturarbeiten können so deutlich einfacher als bei der Unterputz-Verlegung durchgeführt werden. Es sollte allerdings darauf geachtet werden, die sichtbaren Leitungen möglichst gerade und unauffällig zu verlegen. Eine Besonderheit der Aufputz-Verlegung ist, dass die elektrischen Installationszonen nicht eingehalten werden müssen.

Durchführung der Aufputz-Verlegung: Was gilt es zu beachten?

Die Leitungen und Kabel können entweder ohne oder mit Elektro-Installationsrohr verlegt werden. Aderleitungen dürfen allerdings nur im Rohr verlegt werden. Mantelleitungen NYM und Erdkabel NYY bieten aber auch ohne Verlegung im Rohr ausreichenden Schutz gegen mechanische Beschädigungen.

Verlegung von Leitungen ohne Installationsrohr:

Bei der Verlegung von Leitungen ohne Installationsrohr müssen die Leitungsbefestigung und die Leistungsführung bedacht werden. Auch bei der Verlegung Aufputz müssen die Leitungen und Kabel immer senkrecht oder waagerecht verlegt werden. Es müssen an den Übergängen von waagerechter zur senkrechten Leitungsführung Bögen ausgeformt werden. Es darf der minimale Biegeradius nicht unterschritten werden. Damit soll vermieden werden, dass die Leitungen beschädigt werden. In trockenen Räumen können Mantelleitungen mit Nagelschellen auf der Unterlage befestigt werden. In Feuchträumen werden die Leitungen hingegen nicht direkt an den Wänden befestigt, sondern auf Abstandsschellen verlegt.

Verlegung im Elektro-Installationsrohr:

Besonders auf unebenen Untergründen eignet sich die Verlegung der Leitungen in Installationsrohren. Das Rohr schützt die Leitungen vor Schäden, zudem sieht es deutlich schöner aus. Es dürfen sowohl starre als auch flexible Rohre für die Installation verwendet werden. In der Regel sind die Installationsrohre aus Hart-PVC gefertigt, sie müssen für die Aufputz-Verlegung mindestens den Kennbuchstaben A tragen. Die verschiedenen Rohre sind mit eingeprägten oder aufgedruckten Kennbuchstaben, die Auskunft über die Fertigkeits- und Materialeigenschaften geben, versehen. Installationsrohre, die keine Kennzeichnung haben, sind nicht VDE-geprüft.

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